Kgalagadi Transfrontier Park – Kalahari NP

Wie es der Name „Transfrontier“ andeutet, ist der Kgalagadi – Kalahari – Nationalpark ein grenzübergreifender Park. In ihm werden etwa 40’000 Km2 Kalahari-Halb-Wüste geschützt. Er wird von Südafrika und Botswana gemeinsam verwaltet, weshalb man sowohl von Südafrika, Botswana, aber auch von Namibia her einreisen kann. Der Südwestliche und damit der südafrikanische Teil ist gut ausgebaut. Die drei grossen Camps Twee Rivieren, Nossob und Mata Mata sind umzäunt, so dass es sich entspannt campen lässt, die weiteren Camps, die aus kleinen Hütten oder Zelten bestehen sind offen. Die Hauptverbindungsstrassen bestehen aus Schotter oder Sand und sind in der Regel auch für Personenwagen befahrbar, es sei denn, ein Gewitter habe die Strassen unbefahrbar gemacht. Regen bzw. Gewitterzeit ist in der Regel von Dezember bis April, aber jede Regel ohne Ausnahme. Dann ist man froh um einen 4×4 und um ordentliche Bodenfreiheit.

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Kgalakgadi Karte und Broschüre

 


Von Twee Rivieren nach Nossob

Die 160 Km auf Schotter und Sand sind an manchen Stellen auf Grund des „Wellblechs“  beschwerlich zu fahren. Da wir die Reise nach Nossob mit Tierbeobachtungen verbinden, benötigen wir dazu beinahe den ganzen Tag. Die reine Fahrzeit beträgt mindestens 4 Stunden, da man nicht schneller als 40 Km/h fahren darf und auch nicht sollte. Langsamer ist zu empfehlen, weil man durch langsames Fahren einfach mehr Tiere sieht.

Nossob

Das Camp Nossob ist unser Lieblingscamp – ja wir sind heute zum dritten Mal hier. Bisher haben wir östlich oder westlich von Nossob immer Löwen und Geparden gesehen, sogar schon eine Tüpfelhyäne.

Am Kwang Wasserloch angekommen scheint alles ruhig, nichts tut sich, nur ein paar Spiessböcke tummeln sich gelangweilt um das Wasserloch. Da, ein Schatten im Gegenlicht: keine Schönheit, aber eine Seltenheit: die zurückgezogen lebende braune Hyäne. Zum fotografieren bleibt nicht viel Zeit, schon ist sie wieder weg.

Danach fahren wir zum Wasserloch Bedinkt – hier haben wir zuvor noch nie etwas gesehen, aber heute beehrt uns eine Gruppe junger Löwen mit ihrer Mutti. Die beiden Söhne und das Töchterchen sind etwa 1 1/2 Jahre alt.

Von Nossob nach Mata Mata

Wieder früh raus, nebst den 160 Km die grösstenteils quer durch die Dünen zurück gelegt werden müssen wollen wir ja auch noch Tiere sehen. Und es lohnt sich!

Kurz vor dem Abzweig auf die Dünenstrasse, an der Wasserstelle „Dikbaardskolk“, sehen wir Löwen – zwei Männchen und ein Weibchen. Was geht denn hier vor sich? Offenbar hat das Weibchen sein Männchen schon gewählt sie kommen gerade vom Trinken und legen sich ach so müde wieder hin.

Aber es kommt noch besser an diesem heissen Tag … doch zuerst bezwingen wir in einem steten Auf und Ab die Dünen zwischen dem Nossob- und dem Auob Dünental, das sich erstaunlich grün zeigt …

Auch im Auobtal geht es lebhaft zu und her. Ein Europäerpaar ist auf Entdeckungstour und wir müssen uns nur noch anschliessen …

Der Höhepunkt des Tages ist aber das Löwinnen-Rudel, das sich faul am Strassenrand räckelt – 13 Löwenmädchen!

Mata Mata

Der Campingplatz ist dieses mal nicht voll. Wir suchen uns eine angenehme, ruhige Ecke!

Und wieder ein wundervoller Tag voller Überraschungen. Wir lieben das Safari-Leben und können uns stundenlang an Wasserstellen und beim Beobachten von Tieren aufhalten. Die Bilder hier sind deshalb nur ein Abglanz dessen, was man empfindet weit weg von der Zivilisation, inmitten wilder Tiere und einer fantastischen Landschaft.

Am Vorabend unserer Abreise türmen sich dunkle Wolken auf. Das haben wir schon einmal erlebt – wir sind damals nur mit Mühe nicht im Morast stecken geblieben. Nun, diesmal haben wir wenigstens Allrad-Antrieb und anständige Reifen.

Na dann gute Reise nach Twee Rivieren …

Die schlimmste Strecke – keine Strasse mehr – haben wir vor Anspannung nicht fotografiert, schade.

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